#Liebhaberei :

Frau mit Laptop auf dem Schoß

Steuerrecht ist etwas für Liebhaber. Steuerlich kreativ wurde schon so mancher, der seine Liebschaft als Betriebsausgabe absetzen wollte. Einige Paare heiraten vor allem aus rationaler und steuerlicher Betrachtung (schade allerdings). Um all das geht es hier aber nicht.

Was ist Liebhaberei steuerrechtlich?

Das Einkommensteuerrecht unterscheidet insgesamt sieben Einkunftsarten. Die aus den erzielten Einkunftsarten erzielten Gewinne sind einkommensteuerpflichtig. In der Regel können die Verluste aus einer einkommensteuerrelevanten Tätigkeit mit Gewinnen anderer Einkunftsarten verrechnet werden. Dies gilt nicht, wenn das Finanzamt Liebhaberei annimmt.

Liebhaberei setzt voraus, dass eine steuerpflichtige Person nur Verluste erzielt und nicht erkennen lässt, dass mit der ausgeübten Tätigkeit eine Gewinnerzielungsabsicht verbunden ist (Hobby). Somit können die Verluste steuerlich nicht mehr geltend gemacht werden.

Dahinter steckt eine Lenkungswirkung. Der Staat will einerseits vermeiden, dass Personen nur mit der Absicht der Steuerersparnis Verlustgeschäfte eingehen und andererseits sollen Hobbies nicht steuerlich begünstigt werden.

Bildquelle: Freepik
Designed by pch.vector / Freepik